Looks like we made it
Look how far we’ve come my baby
We mighta took the long way
We knew we’d get there someday
They said „I bet they’ll never make it“
But just look at us holding on
We’re still together still going strong
So oder so ähnlich wie Shania Twain könnte man unsere Geschichte wohl auch zusammen fassen. Ursprünglich hat uns wohl niemand eine Zukunft länger als das Pfingstwochenende gegeben, an dem wir zusammen kamen. Frische 19 Jahre alt, Tobi noch mit Zahnspange,  haben wir mit unseren jeweiligen Cliquen im Wald gezeltet, mit jeder Menge Bier und Raviolis aus Dosen. Gleich nach dem feucht-fröhlichen Wochenende ist Tobias mit der Fußballmannschaft nach Mallorca gefahren und ehrlich gesagt war ich mir nicht mal sicher, ob er sich danach nochmal melden würde. Tatsächlich stand er aber gleich danach mit einer teuren Flasche Parfum bei mir vor der Tür. „Oh, er meint das wohl ernst“, hab ich mich noch gewundert.

Kurz darauf und nach bestandenem Abitur kam dann die nächste Härteprüfung: Ich arbeitete für vier Wochen im Sommer in Südfrankreich und war dann bis kurz vor Weihnachten in USA. „Denkbar schlechtester Zeitpunkt, jetzt einen tollen Kerl in der Heimat zu haben“, dachte ich noch, aber es hielt. Und fortan waren wir unzertrennlich.
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2004, ich noch Studentin, sind wir dann nach weiterer Härteprüfung, meinem Auslandssemester in Tours, in die erste gemeinsame Wohnung gezogen. Die ersten gemeinsamen Anschaffungen waren eine weiße Coach, ein weißer Teppich und dann unsere Zora, mit 8 Wochen natürlich noch nicht stubenrein. Zora ist heute noch bei uns, der weiße Teppich flog nach 4 Wochen auf den Müll, die weiße Klippan wurde mit einem Bezug versehen und steht sogar heute noch im Kinderzimmer.
Auf den Heiratsantrag musste ich ziemlich lange warten. Ich weiß noch wie heute, als wir 2006 in Kroatien waren. Abends, pünktlich zum Sonnenuntergang, sind wir in eine kleine romantische Bucht gelaufen. Am Weg kamen wir an einem Minimarkt vorbei, Tobi ist reingeflitzt und kam mit einer Flasche Sekt wieder raus. „Jetzt ist es soweit“, dachte ich mir. Pustekuchen: Am Strand angekommen schießt er den Korken, sagt Prost und setzt die Flasche an.
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2008 haben wir dann aber doch geheiratet, richtig schön mit Freunden aus der ganzen Welt. Zwei Azubis haben wir zu Fahrern gemacht, die die ganzen Flughafentouren übernommen haben. Diese Feier würde ich so gerne nochmal genau so wiederholen. Um sieben Uhr, als die ersten Frühstücksgäste im Hotel bereits unterwegs waren, bin ich der Länge nach hingeflogen. Den Schleier habe ich im Treppenhaus verloren, der wurde mir dann Mittags übergeben, als wir aus dem Zimmer gekrochen kamen.
2011 kam dann unsere Tochter. In der Elternzeit mit ihr sind wir 8 Wochen in unserem alten VW-Bus durch Provence und Côte d’Azur getourt – mit Hund versteht sich. Wohl mit die beste Zeit unseres Lebens.  2013 haben wir unser Haus gekauft und mit eigenen Händen und denen vieler guter und geschickter Freunde kernsaniert. 2014 folgte dann unser Sohn, auch hier verbrachten wir einige Wochen in Südfrankreich. Der Bulli war leider zu klein für uns alle und wir mieteten ein Bungalow. Ihr seht schon, wir werden von Jahr zu Jahr spießiger 😉
Und jetzt sind es tatsächlich schon 18 gemeinsame Jahre. Verrückt, wie die Zeit vergeht. Ist uns übrigens Abends so um neun eingefallen. Die großen Romantiker waren wir noch nie, so mit Candlelight und so, dafür aber echt und wohl irgendwie füreinander geschaffen.  „I’m glad we didn’t listen, Look at what we would be missin‘ „
Das letzte lange Wochenende war wieder so ein Paradebeispiel. Gemeinsam haben wir einen Pool gebaut und dafür mindestens 30 Schubkarren Erde bewegt, um den Boden zu begradigen. Wir haben 4 Tage am Stück gegrillt, gebadet, im Garten gelebt und dabei noch 3 Tonnen Steine ums Haus verteilt. Gelegentlich kam mal Besuch vorbei, der dann spontan mitgegrillt hat oder Nachbarskinder waren zum Schwimmen da. Wir haben gelebt wie am Campingplatz und sind nur zum Schlafen und zum Spülmaschine anstellen ins Haus gegangen. Bei so was sind wir uns einig –  und die Kinder auch.
Wir kennen unsere Macken aber kommen wunderbar mit ihnen zurecht, bzw. haben es gelernt. Ich bin dankbar für diesen wundervollen Mann und Vater unserer Kinder.
You’re still the one I run to
The on that I belong to
You’re still the one I want for life
You’re still the one I love
The only one I dream of
You’re still the one I kiss good night
Benäht wird mein Mann ja doch viel zu selten, aber hier habe ich es nochmal geschafft. Den Stoff hat er sich übrigens selber ausgesucht.
Alles Liebe, eure Elli

 

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