Ihr Lieben,

zunächst wünsche ich euch allen ein wunderbares 2017. Schön dass ihr hier seid, danke für’s Lesen, ich freue mich über jeden einzelnen Besucher von Elli’s Iland.

Dem ein oder anderen mag aufgefallen sein, dass es eine ganz schön lange Pause hier am Blog gab, die ich gerne erkläre…Ich war so dermaßen müde und erschöpft, 2016 hat mich doch mehr geschlaucht, als ich zunächst dachte. Seit einem halben Jahr arbeite ich jetzt wieder in verantwortlicher Position,  wofür ich sehr dankbar bin und die mir so viel Freude bereitet. Gleichzeitig aber bedeutet dies Überstunden und erst mal kein Urlaub. Die Kinder waren viel krank, gerade in den letzten Wochen, meine Eltern 4 Wochen weg, meine Putzfrau hat gekündigt, mein Mann war ein paar Mal auf Dienstreise, der übliche Wahnsinn eben. Das Ergebnis war, dass ich eine Schreibblockade vom Feinsten hatte und in den Weihnachtsferien, gerade mal eine Woche, nicht mal mehr liebe Nachrichten von Freunden beantwortet habe. ich wollte nichts mehr hören und nichts mehr sehen. Meinem Hobby dem Nähen habe ich mich trotzdem in aller Ruhe gewidmet, nur für mich alleine im Kämmerlein, wenn es Abends ruhig wurde im Haus.

Das neue Jahr startete dann nicht sehr verheißungsvoll. Tristan fing gleich Montag an zu fiebern, Diagnose beidseitige Mittelohrentzündung, Bronchitis und Lungenentzündung. Da wir arbeiten mussten, übernahm mein Papa zum Teil die Krankenpflege. Plötzlich schien mein Rettungsanker, der Resturlaub aus 2016 in der kanarischen Sonne, in Gefahr. Doch die Ärztin gab grünes Licht und so starteten wir Freitag Nachmittag mit einem noch schlimm hustenden Tristan und einer total verschnupften Helen nach Düsseldorf. Für die Nacht vor dem Flug hatten wir ein Flughafenhotel gebucht, um entspannt in den Urlaub zu starten. Der Plan: Mit den Kindern so lange im Hotelpool planschen, bis sie richtig müde sind und nur noch ins Bett fallen. Die Realität: Kinder sind viel zu erkältet, um zu schwimmen, Tristan überanstrengt sich beim Rennen am langen Hotelflur und muss brechen, ich wasche die Klamotten aus und packe sie klatschnass in Tüten in den Koffer, völlig überdreht wollen die Mäuse nicht schlafen, toben wie die Verrückten auf den Betten, es endet unfriedlich und gar nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben. Um elf schlafen die Kinder endlich und wir trinken noch ein Glas Rotwein im muffigen Zimmer…

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Samstag morgen um sechs geht unser Transfer zum Flughafen und Tristan kriegt einen hysterischen Schreikrampf. „Der hat meinen Koffer geklaut“ brüllt er immer wieder und lässt sich nicht überzeugen, dass dieser sicher im Kofferraum liegt und das es der Job des Chauffeurs ist, Koffer zu „klauen“.

Die Wartezeit bis zum Flug geht dank spannender Umgebung schnell rum, der Flug selber auch, nur geschlafen wird natürlich nur die letzten 15 Minuten.

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Helen hat Ohrenschmerzen, die aber gleich vergessen sind, als wir auf Fuerte Ventura in die Sonne lächeln.

Aus Erfahrung lernt man: Die letzten Male musste Helen beim Bustransfer, der sich immer ewig hinzog, brechen, also nehmen wir einen Mietwagen. Selten habe ich eine so verschrammte Karre gesehen – etwas verunsichert melde ich dies bei der Aufsicht, die freundlich entgegnen: „Kein Problem, ist okay, Vollkasko ohne Selbstbeteiligung“. Spanien eben, muss man sich erst wieder dran gewöhnen – und das meine ich durchaus positiv.

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Das Hotel – Iberostar Playa Gaviotas Park, ganz im Süden der Insel- enttäuscht uns nicht. Eine große Suite mit Meerblick (den wir nicht gebucht hatten), strandnah, beheizter Pool, wirklich wundervolles Essen (ich hatte ja leichte Panik vor all-inklusiv-Pampe…), Service rund um die Uhr, ein netter Miniclub, alles auf Familien und Kinder ausgerichtet.

Und jetzt lassen wir die Seele baumeln, bauen Sandburgen, essen Eis, füttern Erdhörnchen, wandern an entlegenen Surferstränden, bummeln entlang der Strandpromenade und kaufen uns Fußkettchen, trinken Sekt zum Frühstück, riechen nach Sonnencreme, tanzen in der Minidisco, lachen und kuscheln.

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Und siehe da, ich habe wieder Spaß am Schreiben. Die erste Woche ist nun rum und ich habe mich definitiv schon erholt. Noch eine Woche und ich bin wohl tiefenentspannt. Die Kinder sind gesund und tanken Licht, Sonne und frische Luft.

Und jetzt habe ich auch Lust, nochmal was genähtes zu zeigen. Das Nähen war aufgrund des geplanten Urlaubs dieses Jahr etwas antizyklisch. Die Feiertage habe ich genutzt, um unsere Sommergarderobe aufzufrischen.

dsc_0193Das wohl meistgetragene Kleidungsstück ist Tristan’s Strandanzug. Hier auf Fuerte geht ja meist eine ordentliche Brise und wenn man aus dem Wasser kommt, muss man sich schnell warm einpacken.

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Aus einem weichen Babyfrotte von Finemine’s kleine Welt habe ich einen Anzug nach dem Schnitt „Draußenkind“ von Lotte & Ludwig genäht.

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dsc_0191 Ich habe die einlagige Variante mit Zipfelkapuze gewählt und an Armen und Beinen einfache Bündchen angenäht, so dass man sie auch hochschoppen kann.

dsc_0214Zudem habe ich an der Kapuze ein Bündchen leicht gedehnt eingenäht, so dass sie etwas fester sitzt.

dsc_0221Der Anzug ist so praktisch: schön weit, engt nicht ein, warm aber leicht. Tristan zieht ihn so gerne an und weigert sich sogar, ihn zum Mittagsschlaf auszuziehen.

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Auch beim Chillen am Pool leistet das Draußenkind beste Dienste.

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Und so sieht das Draußenkind aus, wenn man damit im Wasser war…

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Ich melde mich bald wieder, versprochen, habt eine tolle Woche und genießt den Schnee,

eure Elli

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