Hallo ihr Lieben,

was für eine Woche mal wieder. Wir hatten in den letzten 8 Tagen 2 Geburtstage (Tobias und Tristan), eine Halloweenparty mit 12 Kindern und alle mindestens einen Tag Magen-Darm. Und ich wunder mich ernsthaft, warum ich zu nichts komme…

Beim Durchschauen meiner Bilder der letzten Wochen fällt mir vor allem eins auf: Da sind fast immer 2 Kinder drauf. Seit einigen Wochen sind die beiden Mäuse zu richtigen, miteinander spielenden, streitenden, kämpfenden und kuschelnden Geschwisterkindern zusammen gewachsen. Das hat sicherlich viel damit zu tun, dass Tristan einen wahnsinnigen Entwicklungsschub gemacht hat. Plötzlich spricht er in ganzen Sätzen und scheint seine Umgebung voll und ganz zu verstehen. Kein Wunder, dass er so auch als Spielpartner in der Gunst unserer Großen steigt.

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Mit drei-dreiviertel Jahren Altersunterschied habe ich da gar nicht so richtig mit gerechnet und doch funktioniert es erstaunlich gut. Helen liest Tristan vor, bezieht ihn in Rollenspiele mit ein, erklärt ihm das Mikroskop für Detektivspiele.

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Ab und zu gibt es Ärger, weil Tristan gebaute Kulissen zerstört, doch ist er doch recht vernünftig geworden und hat mittlerweile begriffen, mit welchen Aktionen er sich seine Spielteilnahme verbaut.

Helen ist für ihre fünf Jahre so verständnisvoll und lieb zu ihrem Bruder. So oft sagt sie „wie süüüüß“ und lacht über seine verrückten Aktionen. So verständnisvoll war Ich gegenüber meinem kleinen Bruder nie, der hat mich immer ziemlich genervt.

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Zu Helen’s Lieblingsbeschäftigungen gehört ja bekannterweise Malen und Basteln, davon profitiert Tristan enorm. Mit was der mit seinen zwei Jahren schon so hantiert…

Ganz hoch im Kurs ist auch das Thema „Bude bauen“. Keine Ecke im Haus, aus der ich nicht mehrfach täglich sämtliche Wolldecken und Kissen zusammen suche.

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Gezankt wird natürlich auch, aber wirklich noch in überschaubarem Maße. Lieblingsthemen sind hier das abendliche Fernsehprogramm: Tristan will Peppa Wutz („Schweinchen“), Helen „My little Pony“. In der Badewanne wird um den Schaum gekämpft und für die gemeinsamen Legobauten differieren die feinmotorischen Fähigkeiten auch noch zu stark.

Ich wollte den beiden gerne nach langer Zeit nochmal ein Geschwisteroutfit nähen. Da es für den Herbst noch an kuscheligen Übergangsjacken mangelt, habe ich mich für einen Unisex-Strickjackenschnitt entschieden, den Cardee von NipNaps.

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Als Hauptstoff habe ich für beide einen tollen gerippten Strickstoff verwendet, einmal in grau und einmal in rosa, gekauft bei Finemine’s kleine Welt. Durch die extrem verschiedenen Kombistoffe ist aber irgendwie vom Geschwisterlook nicht sehr viel übrig geblieben.

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Für Tristan habe ich Knopf- und Saumleiste so wie Außenkapuze aus einem blau melierten French Terry genäht, für die Mädchenversion habe ich mich für einen grauen Alpenfleece mit rosa Sternen entschieden.

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Der Schnitt sitzt schön lässig locker und ich mag  besonders die großen aufgesetzten Taschen.

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Eine große kuschelige Kapuze macht den Cardigan herbsttauglich.

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Als Verschlussvariante habe ich mich für echte, große Knöpfe entschieden, bei den sonst recht schlichten Jacken ist dies doch eine schöne Möglichkeit, den Cardee etwas aufzupeppen.

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Die Jacke ist richtig schnell genäht und wird bei uns oft getragen. dsc_04111

Falls ihr den Schnitt nachnähen möchtet noch ein Tipp: Er kommt in Doppelgrößen daher und es wird empfohlen, liegt ein Kind größenmäßig am Anfang einer Doppelgröße, ohne Nahtzugabe zuzuschneiden. Dies habe ich bei Tristan gemacht, die Rechnung ging beim Hauptteil auch auf, die Ärmel jedoch wurden sehr eng. Hier würde ich bei einer Herbstjacke, wo noch ein Pulli drunter passen soll, definitiv die Nahtzugabe beibehalten.

Habt ein tolles Wochenende,

eure Elli

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