Ihr Lieben,

etwas spät kommt unser langes Wochenende in Bildern. Ich hatte ja schon angekündigt, dass wir etwas Schönes vorhaben und ja, schön war es, aber auch mega anstrengend und sehr nervenaufreibend. Eigentlich nicht so passend zu der ohnehin sehr stressigen Lebensphase, in der wir uns befinden – mit einfach zu viel Arbeit mit zwei so kleinen Mäusen. Aber Schluss mit Jammern – so war unser langes Wochenende:

Anfang des Jahres haben wir auf Fuerte Ventura eine sehr nette Familie aus Halle an der Saale kennengelernt, die uns im Mai auch schon einmal besucht hat. Am letzten Wochenende stand der Gegenbesuch an – zum Wochenende der deutschen Einheit ab in den Osten, wie passend!

Leider hatte mein Liebster Kunden zu betreuen und kam Freitag erst am späten Nachmittag von der Arbeit. Wir haben uns die Zeit mit Malen versüßt – ja, auch so ruhig kann Tristan, wenn er auch am Spitzen und anschließenden Verteilen der Spitze im ganzen Wohnzimmer besondere Freude hatte.wochenendeinbildern2016100103-7

Auto packen, minimal aufräumen, Kinder rein, tanken und dann waren wir endlich am Freitagabend um viertel vor sieben auf der Autobahn – wie so viele andere…. Um viertel nach acht, als wir noch keine 100 der insgesamt 400 km zurückgelegt hatten, war ich so genervt, dass ich umdrehen wollte. Helen war gar nicht einverstanden, hatte sie sich doch seit Monaten auf ihre Freundin Lotti gefreut, also haben wir durchgehalten und waren nachts um halb eins endlich in Halle. Die Kinder waren ziemlich aufgedreht, sind erst mal noch fast eine Stunde durch die neue und spannende Umgebung gerast, wir haben mit unseren Freunden noch ein Glas Rotwein getrunken, bis wir dann todmüde ins Bett gefallen sind.

Am nächsten Morgen ging es früh, aber friedlich weiter. Die Kinder haben gespielt, was das Zeug hält, Helen und Lotti ihre Fillypferde getauscht, Tristan ist begeistert mit dem Puppenwagen von Raum zu Raum geflitzt – toll mit 8 Leuten in einer Wohnung, da ist immer was los.

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Die Mädels (und die Männer) haben tapfer dem miesen Wetter getrotzt und im Hof gespielt.

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Mittags haben sich die Männer die 3 „Großen“ geschnappt, sind mit ihnen ins Naturkundemuseum gegangen, wo sie Mammutknochen und alte Gräber bestaunt haben, während Steffi und ich uns mit Baby Carl nochmal hingelegt haben. Danke, ihr besseren Hälften.

wochenendeinbildern2016100103-1Am Nachmittag sind wir mit der Straßenbahn in die Innenstadt von Halle gefahren – für unsere Landmäuse ein absolutes Highlight und die Erfüllung von Helen’s langgehegtem Traum, endlich mal Bahn zu fahren. Auch wenn es nur ein schlechtes und unscharfes Handyfoto ist, muss ich es deshalb zeigen. wochenendeinbildern2016100103-2

In Halle sind wir ein wenig durch die Innenstadt geschlendert, Karussell gefahren und haben lebenswichtige Dinge wie My-Little-Pony-Zöpfe gekauft. wochenendeinbildern2016100103-3

In der Innenstadt haben wir im Rahmen einer Werbeaktion Polaroids von uns geschenkt bekommen und uns gefreut, wie die kleinen Kinder. Ist doch verrückt, bei all der Digitalfotografie, dass man sich über ein kleines unscharfes Polaroid freut, aber wir haben sie jetzt als schöne Erinnerung an unseren Kühlschränken hängen.

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Abends sind wir wieder viel zu spät ins Bett, weil wir Großen uns natürlich auch mal einfach in Ruhe unterhalten wollten und es fast ein halbes Jahr an Erlebtem zu erzählen gab.

Sonntag sind wir zum Brunch ins Sol y Mar nach Leipzig gefahren, eine sehr chillige Location, die auch die Kinder cool fanden.

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Nach einem ausgiebigen Frühstück haben wir in der Lounge gespielt, gekuschelt und relaxt.

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Ganz unerwartet war das Wetter dann doch toll, so dass wir noch durch die wunderschöne Leipziger Innenstadt flaniert sind.

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Und dann ist es passiert… Wir haben in der Einkaufszone, die am verkaufsoffenen Sonntag mega voll war, ein Milchshake getrunken. wochenendeinbildern2016100103-19

Etwa 20 Meter von unserem Tisch entfernt war ein Schuhladen und ich bin, während die anderen noch mit ihrem Süßkram beschäftigt waren, schnell rüber gelaufen, weil ich was Schönes im Schaufenster geshen hatte. Nur zwei Minuten später habe ich schon nach Tobi gerufen, damit er seinen Segen für die neuen Treter gibt. Er beachtet nicht meine Schuhe, sondern sagt nur: „Wo ist denn Helen?“. „Na, die saß doch mit euch am Tisch“, sage ich. Sie ist mir also wohl gefolgt, als ich zum Schuhladen bin, Tobi dachte, ich hätte das mitbekommen, ich dachte, sie bleibt bei ihm. Helen weg. Ich mag gar nicht beschreiben, was uns in diesen Minuten durch den Kopf schoss. Steffi hat die Stellung an der Eisdiele gehalten, wir anderen drei Erwachsenen sind in verschiedene Richtungen gelaufen, um Helen zu suchen. Es hat wohl ungefähr fünf Minuten gedauert, bis Tobias sie gefunden hat, gefühlt war es eine Ewigkeit. Ich habe wirklich gedacht, ich sehe mein Kind nie wieder und hatte so eine unbeschreibliche Panik.

Helen wusste gar nicht, was mit uns los war. Milchshake schlürfend war sie durch die Innenstadt gelaufen und hat in den Geschäften geschaut, ob sie mich findet. Unsere Aufregung hat sie nicht verstanden, denn sie wusste wohl, wo wir waren und meinte, sie sei doch nur geradeaus gelaufen und hätte den Weg zurück gefunden. Noch weniger Verständnis hatte sie, dass ich sie den restlichen Weg bis zum Auto neben mir, am liebsten an der Hand haben wollte. wochenendeinbildern2016100103-20wochenendeinbildern2016100103-21

Zurück in Halle, gegen 16 Uhr, wollten wir nur noch nach Hause. Erschöpft von dem großen Schreck, den kurzen Nächten, Tristan, der den Mittagsschlaf ausgelassen hatte und der intensiven, aber auch anstrengenden Zeit mit 8 Leuten auf so engem Raum, haben wir gepackt und waren dank freier Autobahnen abends um acht zuhause. Wohlbehalten und alle gemeinsam, mit unserer lieben Zora, die bei unseren lieben Nachbarn geblieben war. Home is where my heart is.

Am Montag und Feiertag haben wir nur entspannt, waren bei dem schlechten Wetter nur mal kurz im Wald und haben ansonsten im kaminwarmen Haus geknetet und getöpfert.

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Und jetzt freu ich mich auf ein gaaaanz rugiges Wochenende zuhause.

Laast es euch gut gehen, eure Elli

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