Ihr Lieben,

man liest mich ja momentan nicht so viel, das hat mehrere Gründe: Ich habe meine Stunden im Job erhöht, ich nähe richtig viel – gleich zwei tolle Probenähen parallel, das erste Ergebnis gibt es heute Abend – und das Entscheidenste: Meine Kinder fordern mich in der verbleibenden Zeit voll und ganz. Sie wollen spielen, kuscheln, lesen und einfach meine volle Aufmerksamkeit, die sie natürlich auch bekommen. Da muss der Blog dann einfach mal zurück stecken. Schaut sie euch an, die Kleinen, da kann man doch nicht stattdessen den Bildschirm anschauen…

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Sobald die Sonne rauskommt, was in diesem Jahr ja echten Sensationcharakter hat, nutzen wir die Zeit draußen.

Letztes Wochenende war ich mit meinem Mädchen auf der Freilichtbühne bei der „Kleinen Hexe“ und wir waren am Backesfest im Nachbarort. Ich glaube „Backesfest“ ist was lokales, oder kennt ihr das auch außerhalb des Siegerlandes? Fast jedes kleine Örtchen hier hat einen „Backes“, also ein Backhaus, wo traditionell Brot und Kuchen gebacken wird. Und das wird mindestens einmal im Jahr gefeiert, gemütlich mit Festzelt, guter Hausmannskost (vorzugsweise Erbsensuppe, Blasmusik und Frühschoppen (wobei letzterer für uns jetzt keine Rolle spielt…).

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Auch dieses Wochenende waren wir wieder ausschließlich draußen, haben Lagerfeuer gemacht, Steine bemalt, sind durch den Wald marschiert, haben verstecken gespielt und in der Sonne gegessen. Helen und mein Mann haben im Garten im Zelt geschlafen. Ach diese Sommertage, ich kann gar nicht genug davon bekommen. Und nicht zu vergessen: Bei schönem Wetter geht Helen mit Tobias joggen. Von extra dafür umziehen hält sie nichts, aber geht auch so. Und dieses Foto ist gar nicht gestellt, nein, immerhin kommen sie aber gerade vom Joggen zurück und ich fand’s einfach witzig. Man beachte auch Helen’s stylischen Rucksack.

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Das viele schlechte Wetter zwischendurch bedarf dann aber kreativer Ideen, die Kinder irgendwie zu beschäftigen und Helen wollte gerne nähen lernen. Gesagt getan haben wir erst gemeinsam einen Kissenbezug genäht, zum Warmwerden, bevor es gleich ans erste Stofftier ging.

Bei Finemine’s kleine Welt haben wir diesen tollen Rapport gefunden und so einen ganzen Nachmittag am Schmetterling gearbeitet.

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Ich muss sagen, das Ergebnis ist wirklich süß und kindgerecht, das Nähen war ganz schön kleinteilig und friemelig.

Aber was wäre ich für ein Vorbild, die Flinte ins Korn zu werfen? Wir haben es durchgezogen: Genäht, versäubert, gebügelt, gestopft und letztendlich hatten wir Helen’s neues Liebligsstofftier in der Hand.

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Ich bin ganz stolz auf meine Maus, die wirklich alles selber genäht hat, natürlich nachdem ich zugeschnitten und zusammengesteckt hatte, aber das ist schon eine Leistung.

Das einzige woran ich mich jetzt noch gewöhnen muss ist die Tatsache, dass meine abendliche Nähzeit nicht mehr nur mir gehört, sondern oftmals nun meine Tochter hinter mir herstürmt und spezielle Wünsche hat, was „wir“ jetzt nähen: Sterne, Puppenklamotten, Kleider.

Zu Weihnachten bekommt sie eine eigene Maschine, würde ich sagen.

Genießt noch euren Sonntag, alles Liebe,

Elli

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