Ihr Lieben,

ich habe gerade wieder eine Woche „alleinerziehend“ hinter mir, diesmal unter verschärften Umständen. Meine Eltern sind nicht da, meine beste Freundin auch nicht, gleichzeitig habe ich  die Stunden im Job erhöht und auch dort wieder mehr Verantwortung übernommen. Unser Hund Zora hat sich Montag eine Kralle im Fleisch abgebrochen, so dass sie unter Vollnarkose operiert werden und mehrfach zum Verbandswechsel zum Tierarzt musste. Klar, dass sich da alle an ein paar Regeln halten müssen, damit es läuft.

DSC_0118

Helen, noch voll im Ferienmodus, fand das nicht so witzig und war nicht zufrieden, was sie immer wieder mehr als deutlich zum Ausdruck gebracht hat. „Mama, wenn du so weitermachst, bin ich nicht mehr deine Tochter“, war die Krönung am Freitag, als ich auf Aufräumen bestanden habe, nachdem sie mit ihrem Freund ungestört 4 Stunden lang Spiel- und Wohnzimmer verwüstet hat.

Abends habe ich dann mit der 5-jährigen Motte in Ruhe gesprochen und einen Erklärungsversuch gestartet, dass ich gewisse Sachen von ihr erwarte, aber eben nicht, um sie zu ärgern. „Ja, ich weiß ja, dass du versuchst, eine gute Mama zu sein! Aber ich soll aufräumen, Haare waschen, Zähne putzen, du wäschst mir mein Gesicht mit dem Waschlappen – das macht alles einfach keinen Spaß!“ Mit offenem Mund schaue ich sie an und frage mich, welche Rethorikkurs sie besucht hat. Erst mal das Argument des anderen aufnehmen, etwas Positives sagen und dann der Gegenschuss

Dass ich irgendwie uncool bin, hat sie mich die Woche über immer wieder spüren lassen. Augen verdreht, nicht beachtet, in genervtem Tonfall geantwortet. Irgendwie war ich nicht vorbereitet, ich dachte ich würde noch ein wenig die unangefochtene Superheldin bleiben – so täuscht man sich. So vergeht die Zeit.

Zumindest für heute habe ich mir dann aber doch nochmal Superheldenstatus gesichert: Wir gehen heute nachmittag gemeinsam auf die Freilichtbühne und schauen „Die kleine Hexe“. Das schweißt natürlich zusammen, die Vorfreude ist riesig, den ganzen Vormittag über malt die Süße schon Plakate. Und so eine „nur-wir-beide-Veranstaltung“ tut auch einfach nochmal gut, vielleicht muss ich ihr auch öfter nochmal die ungeteilte Aufmerksamkeit schenken. Das ist in Wochen wie der vergangenen natürlich kaum möglich.

Das Outfit, dass ich euch heute zeige, weist so gar nicht darauf hin, dass Helen auch zickig sein kann. Ewig schon wollte ich eine Yara nähen. Kennt ihr das? Ihr seht einen neuen Schnitt und wisst sofort dass ihr ihn haben müsst? Ich persönlich benötige ja keine 150 Probenähbeispiele, entweder ist es Liebe auf den ersten Blick, oder eben nicht.

DSC_0129DSC_0140(1)

Genau so ging es mir vor einigen Monaten mit der Yara von Petit et Jolie und dann hat es aus Zeitmangel und meiner endlosen To-Sew-Liste so lange gedauert, bis ich endlich das erste Longshirt im Schmetterlingstil realisiert habe. Ja, richtig gehört, von vorne ist Yara nämlich schlicht, von hinten hingegen um so auffälliger mit den zwei Flügelchen unterhalb der Passe.

DSC_0121(1)

Und weil der Schnitt so lange warten musste, habe ich dann mein absolutes Streichelstöffchen von Lillestoff angeschnitten, gekauft als Reststück bei Finemine’s kleine Welt.

DSC_0106

Passend dazu gab es aus dem kuschelweichen Jeansjersey von Lillestoff eine Leggins nach dem Frebook Little Leg Love von Nemada.

DSC_0115

Wir genießen jetzt den sonnigen Sonntag, endlich wieder zu fünft. Ich hoffe ihr auch, alles Liebe,

Elli

 

 

Advertisements