Ihr Lieben,

den Abend bevor es in Urlaub ging ist mir mal wieder aufgefallen, dass mein Kleiderschrank dringend Zuwachs an coolen Sommeroutfits braucht. Also musste noch schnell was her, nur Zeit blieb nicht viel.

Also das Übliche: Wie wild die Festplatte nach Schnittmustern durchsucht, vieles als zu kompliziert oder aufwendig für einen Schnellschuss empfunden, für andere Projekte nicht genug oder nicht den passenden Stoff im Regal.

Dann fiel mir das „20-Minuten Shirt“ vom Label Muckelie in die Hände. „Du hast nur eine halbe Stunde Zeit- aber nichts zum Anziehen? Kein Problem mit dem 20 Minuten Shirt von Muckelie- da bleibt sogar noch Zeit zum Schminken!“ heißt es in der Beschreibung des Schnittes. Na, wenn das nicht mal ein Versprechen ist. Also gedruckt, geklebt, sonnengelben Sommersweat zugeschnitten und genäht. Ich gebe zu, alles in allem hat es doch eine gute Stunde gedauert, aber ich bin super zufrieden. Immerhin habe ich mit braunem Garn die Nähte abgesteppt, das muss dann schon halbwegs ordentlich aussehen.

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Das 20-Minuten-Shirt besteht tatsächlich nur aus Vorder- und Hinterteil sowie einer Passe für den Ausschnitt. Es sitzt schön locker (ich habe es von unter den Armen abwärts etwas verschmälert) und kann optional auch mit Reißverschluss oder Knopfleiste im Nacken genäht werden – worauf ich natürlich aus Zeitgründen verzichtet habe. Die Variante mit Knopfleiste möchte ich aber unbedingt auch noch testen.

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Als das Shirt dann fertig war fiel mir natürlich auf, dass ich auch „untenrum“ nichts passendes habe. Also wieder Kopf in den Stoffschrank, da fällt mir der braune Sommersweat „Kuller“ von Stoffonkel in die Hände, den ich in einem Glücks-/Überraschungspaket bekommen hatte. Leider waren es nur 40 cm und so wurde etwas improvisiert: Ich habe eine „Frau Tilda“ von Hedi  genäht, ein lässiger Bleistiftrock, allerdings ein ganzes Stück gekürzt und die Taschen (aus Zeitmangel) weggelassen. Die Passe am Hintern habe ich aus unifarbenem braunen Jersey genäht.

DSC_0027 So abgeändert habe ich für den Rock tatsächlich nur eine halbe Stunde inklusive Druck des Schnittmusters gebraucht.

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Ich mag mein Outfit sehr und die Farbe des Shirts ersetzt doch zumindest am Foto die fehlende Sonne an der Ostsee.

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Also für alle, die noch nicht nähen: Es lohnt sich, denn wenn ihr mal wieder nichts zum Anziehen habt, näht ihr euch eben schnell was. Ich bin jetzt total am „Selfish Sewing Trip“ und die Kinder müssen mit ihren Outfit-Wünschen erst mal zurück stecken (aber deren Schränke quellen ohnehin über..).

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Also ran an die Maschinen, spätestens wenn es wieder erträgliche Temperaturen im Nähzimmer hat.

Alles Liebe,

eure Elli

Mein Outfit zeige ich heute bei RUMS

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