Ihr Lieben,

nach einer stressigen Urlaubsvorbereitungswoche und einer WLAN-freien Urlaubswoche, melde ich mich frisch und erholt zurück.

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Eigentlich war ich überzeugt von unserer Jahrs-Urlaubsplanung: Februar/März nach Fuerte Ventura, wenn die Kraft- und Lichtreserven aufgebraucht sind, den Sommer inklusive zwei Wochen Urlaub in Deutschland und zuhause genießen und dann vielleicht im Herbst/Winter nochmal ins Warme. Im April haben wir dieses Jahr schon unsere große Sonnenterasse hergerichtet – und bislang erst gefühlte drei Mal genossen. Außerdem haben wir mal wieder unser chronisches Fernweh unterschätzt und so haben wir spontan „wenigstens“ noch 9 Tage Ostsee gebucht. Bereits seit 15 Jahren fahren wir fast jedes Jahr mal für ein paar Tage nach Niendorf/Timmendorfer Strand in der Lübecker Bucht, in eine süße Ferienwohnung, nur eine Querstraße vom Meer entfernt.

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Besonders bei Helen war die Vorfreude groß. Auf meine Frage, auf was sie sich am meisten freut erwidert sie: „Pool und Kindersdisco“. Ups, ihr steckt wohl noch Fuerte Ventura in den Knochen…gut, dass wir darüber gesprochen haben.

Unser Reiseplan war wie immer besser als die Durchführung: Ich hatte Freitag schon frei und Opa hat sich morgens zwei Stunden um die Kinder gekümmert, damit ich in Ruhe packen kann. Nachmittags hat Tobias noch das Auto grob gesaugt und von monatealten Krümeln befreit und meine gesammelten Werke verladen. Sämtliche Nachbarn haben ihn bemitleidet, denn für eine Woche Ostsee braucht man eben: Vier Koffer mit Klamotten, Schuhen, Handtüchern, Spielzeug und Waschbeuteln, einen Buggy, ein Kinderfahrrad, einen Fahrradsitz, ein Bobbycar, Decken und Kissen für die Kinder, einen Rucksack mit Proviant und eine Kiste mit CD’s und DVD’s, um die Fahrt zu überstehen,

Um sechs Uhr abends war Tristan so fertig, dass wir ihn ins Bett gelegt haben – so konnten wir auch die letzten Handgriffe noch in Ruhe erledigen. Um neun Uhr abends war es dann so weit und wir saßen endlich alle im Auto. Die Hoffnung, dass Tristan einfach weiterschläft hat sich ebenso wie der Glaube an eine ruhige Fahrt ziemlich schnell erledigt. Noch bevor wir die Autobahnauffahrt erreichen machen wir also die erste Pause bei Mc Donalds.

Als wir um 21.30 Uhr auf der Autobahn sind, hoffen wir auf zwei glückliche, satte und müde Kinder. Klappt natürlich nicht. Helen ist ganz brav und schaut eine Folge Emily Erdbeer nach der anderen, Tristan übt sich im Schnuller-Weitwurf. Nach nur 15 Minuten sind diese alle im Nirvana von Koffern, Taschen und Decken verschwunden und wir müssen kurz halten.

Fazit bis zur Ankunft um 2.30 Uhr morgens in Niendorf: Helen wird irgendwann dank der super Kombi aus Fast Food und Tablet schlecht, sie bekommt etwas Vomex-Saft und schläft friedlich. Tristan schläft insgesamt nur eine Stunde, den Rest der Zeit schimpft er vor sich hin, schleudert Flaschen, Schnuller und alles was er findet Richtung Fahrer, wir müssen ständig anhalten, auf den Raststätten will er nicht rumlaufen sondern auf dem Fahrersitz lenken und Knöpfe drücken, will dann nicht zurück in seinen Sitz, was kurz vor Hamburg in einem Wut-Kotz-Anfall endet. Ja, der Klassiker, er wird so böse, bis er vor lauter Schreien erst husten, dann brechen muss.

In Niendorf angekommen legen wir Helen sofort ins Bett und sie schläft weiter, Tristan weckt das halbe Haus, indem er laut singend Tänze auf der Terrasse aufführt und auf seinem Bobbycar mit Sportlenker (inkl. Telefon- Hup- und Blinkergeräuschen) die Wohnung erkundet. Als auch er eine halbe stressige (und im Nachhinein mal wieder lustige) Stunde später schläft, canceln wir Großen im Gespräch unsere lang ersehnte und grob für nächsten Winter angepeilte Thailandreise mit den Kindern. Mit dem Kerl 12 Stunden im Flieger? Noooo Way!

Am nächsen Morgen um halb acht sind wir alle wach und voller Entdeckungsdrang. Den Vormittag testen wir alle Spielplätze entlang der Strandpromenade aus und erkunden den Hafen und sein Angebot an Fischbrötchen, Crêpes und Milchreis.

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Mittags schläft Tristan ganze drei Stunden, wir Großen schließen uns an, nur Helen hält durch, spielt aber friedlich. Anschließend fahren wir schön ausgeruht zum Promenadenfest nach Travemünde. Die Sonne macht sich etwas rar, aber es ist wenigstens schön warm. Mein Heldenmann geht mit den Kindern auf den Strand-Abenteuerspielplatz, besorgt mir ein Aperol Spritz und lässt mich auf der Terrasse mit Blick aufs Meer sitzen.

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Und warum dieses Foto witzig ist?

Niendorf7 Man beachte den Rücken im Hintergrund, auf den ergießt sich wenige Sekunden später mein ganzes schönes und wohlverdientes Getränk. Dabei hatte ich erst einmal genippt…zum Glück musste der arme Kerl auch lachen, der dachte wahrscheinlich, ich bin knallvoll.

Das Promenadenfest bestand eigentlich nur aus einer Bühne mit Livemusik und unzähligen Essensständen, dazwischen ein paar Handmade-Stände mit selbstgenähten Kindermützchen und Shirts – ich staune über die Preise. Ich habe unsere Manduca reaktiviert, da Tristan langsam echt zu schwer wird, am Arm zu tragen und der Buggy immer so sperrig ist. Sogar Eis essen in der Manduca geht, auch wenn es manchmal ganz schön kalt wurde 🙂

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Helen genießt die Freiheit im Springbrunnen.

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Sonntag  morgen wird erst mal ausgiebig gekuschelt.Wieder frage ich mich, warum wir das eigentlich nicht zuhause regelmäßiger machen und der erste gute Vorsatz für nach dem Urlaub steht. Niendorf11

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Nach dem Frühstück haben wir eine Fahrradtour nach Timmendorfer Strand gemacht, Helen und ich sind geradelt, Tristan hinten am Fahrradsitz und Tobi ist gejoggt, quasi als Security für Helen, auf der gutbesuchten Strandpromenade.

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In Timmendorf haben die Kinder dann endlos im Kurpark gespielt – miteinander! Das ist so wunderbar und fängt gerade erst an, weil Tristan langsam so langsam richtig mitmacht.

Die beiden haben sich ein Haus im Rhododendronbusch gesucht, Tannenzapfen gesammelt, Kräutersuppe gekocht und sind zwischen den Bäumen Slalom gelaufen.

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Nach einem weiteren ausgedehnten Mittagsschlaf war es Sonntag nachmittag dann richtig schön warm und sonnig und wir haben die Zeit am Strand verbummelt. Helen hat mit ihrem Netz Muscheln „geangelt“ und Quallenjäger gespielt. Tristan hat sich endlich mal so richtig frei gefühlt und wir waren so dankbar, ihn nicht ständig mit „Nein“, „Stop“, „Vorsichtig“ zu ermahnen. Das kalte Wasser hat ihm gar nichts ausgemacht, immer wieder ist er reingerannt und er hat mit großer Vorliebe Steine ins Wasser geworfen. Niendorf14

Und nun muss ich euch noch obligatorisch ein genähtes Outfit für Tristan zeigen: Das Shirt ist ein „Großstadtpirat“ nach dem Schnitt der Zuckerwolkenfabrik, nach dem genialen Echtgrößensystem, von dem ich hier schon mal berichtet habe. Die tollen Biostoffe sind von Stoffonkel: Der „Lime“ nach dem Design von Stoffregen mit den passende Ringels. Ich habe bisher nur wenige Jungs-Beispiele aus dem Stoff gesehen, finde ihn aber absolut räubertauglich. Die Hose habe ich nach dem Ebook von Schnabelina, der Schnabelin(asH)ose aus einem nicht dehnbaren Jeansstoff von Stoff und Stil genäht, mit Abnähern am Knie und Taschen, passend verziert mit dem Ringelstoff von Stoffonkel. Achtung Bilderflut, mein Kleiner gefällt mir einfach zu gut in dem Outfit!

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Ich wünsche euch wundervolle Sommertage und berichte bald weiter von unserem schönen, wenn auch kalten Urlaub,

eure Elli

Verlinkt ist unser Sommeroutfit bei Made4Boys, Kiddikram, Montagsfreuden und Ich näh Bio

 

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