Ihr Lieben,

ich zeige euch heute nicht nur meinen 2. Lausejungen aus dem Probenähen von Lotte&Ludwig, sondern muss euch auch nochmal von dem Lausbub erzählen.

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Momentan gibt er wirklich Gas und lässt nichts aus! Er war ja schon immer wild, aber zur Zeit weiß er gar nicht so recht, wohin mit seinen Kräften.

Mit großer Vorliebe wirft, nein schleudert er Dinge. dazu gehören eben auch Äpfel (laut Ball grölend, kann ich ja noch nachvollziehen), dicke Kieselsteine, die er von draußen reinholt, sämtliche Spielsachen wie Autos, Bauklötze, Puppen und besonders gerne gefüllte Becher vom Küchentisch, z.B. mit Kakao. Wir sind schon so weit, dass er nur noch Schnabeltassen bekommt, weil ich keine Lust mehr habe, den ganzen Tag die Sauerei wegzuputzen, aber irgendwo findet er immer noch einen Becher oder ein Glas.

Unsere Treppe nach unten in die „Schlafetage“ ist aus Sicherheitsgründen mit einem Tor abgesperrt, da wirft er eigentlich alles drüber, was er finden kann. Besonders toll eignen sich Schuhe, das Regal steht nämlich in Griffweite.

Er liebt jede Form von Wasser und findet er irgendwo vor unserem Haus Gefäße mit Regenwasser oder Pfützen, was sich bei unserem tollen deutschen Sommer nicht ganz vermeiden lässt, schafft er es nicht trocken vom Auto bis zur Haustür. Und damit meine ich nicht nasse Füße, nein, er macht sich innerhalb von Sekunden von oben bis unten nass.

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Letzte Woche Montag hat er den Vogel abgeschossen. Ich hatte zuerst Tristan um halb drei bei der Tagesmutter abgeholt, dann haben wir gemeinsam Helen im Kindergarten eingesammelt. Schon im Auto nach Hause, gute 15 Minuten, quängelten beide Kinder – der eine lauter als der andere 😉 – sie hätten so Hunger. Ich versprach also, noch beim Bäcker vorbei zu fahren. Als der Geräuschpegel aber immer weiter stieg, hatte ich keinen Nerv mehr, beide aus dem Auto zu laden und mitleidig beim Bäcker angeschaut zu werden und entschied mich kurzfristig für die Variante „Eis von der Tankstelle“. Fehler! Eis im Auto. Das schoss mir auch durch den Kopf, als ich an der Eistruhe stand. Also ein Hörnchen mit Schoko für Helen, wie bestellt und für Tristan besser Eiskonfekt. Fehler! Wie kann man ernsthaft annehmen es könnte funktionieren, unterschiedliche Eissorten für Geschwister zu kaufen. Mit anderthalb kapiert man auch noch nicht, dass die komischen kleinen Stückchen Eis sind. Tristan brüllte also weiter, noch intensiver  und ich konnte Helen während der Fahrt überreden, mal zu tauschen. 1 Minute Ruhe. Bis Helen zurücktauschen wollte. Das Geschrei war unfassbar, Tristan, der das Eishörnchen verteidigte, Helen, die das Eishörnchen heulend zurück haben wollte. Ich musste also rechts ran fahren, Tristans Finger auseinander biegen, das Hörnchen der rechtmäßigen Besitzerin zurückgeben, grob die Sitze von Schokoladeneis reinigen und Tristan ein Eiskonfekt in den Mund schieben. Einatmen – ausatmen – weiterfahren. Wir wohnen in einer 30-Zone und eigentlich halte ich mich strikt ans Tempolimit – nicht so an diesem Tag, denn der Kampf auf der Rückbank ging natürlich gleich in die nächste Runde.

Zuhause angekommen, selbstverständlich tiefenentspannt (nicht) wartete schon der Nachbarsjunge, der mit Helen bei uns spielen wollte. Kinder ausladen, Auto ausladen, nochmal flüchtig mit dem Feuchttuch über die schön tief sitzenden Schokoladenflecken wischen, zermatschtes Eiskonfekt einsammeln. Tristan und Helen kämpfen immer noch um das Eishörnchen, ich bitte also die beiden Großen, ganz kurz auf Tristan aufzupassen und renne in den Keller und hole zwei Eis am Stiel – für Tristan und den Nachbarsjungen.

Als ich wieder da bin, ehrlich, es waren ca. 25 Sekunden steht Tristan in kompletter Montur im Planschbecken und Helen und Leon lachen sich kaputt.

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Einatmen – Ausatmen. Na ja, nicht optimal, aber jetzt ist es eh rum. ich gebe den Jungs ihr Eis, Tristan setzt sich gemütlich ins Wasser und isst zufrieden sein „Eiheis“.

Ich bitte die Großen, nochmal kurz auf Tristan aufzupassen (hat ja das letzte Mal schon super geklappt), um trockene Klamotten und ein Handtuch zu holen.

 

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Als ich wiederkomme, ca. 1 Minute später, hat Tristan den Großteil seines Eis‘ im Wasser aufgelöst und es ist schön trüb. „Und dann hat er noch ins Wasser gepinkelt und das Wasser dann mit dem Becher getrunken“, erzählt mir Helen prustend. Was für eine Show. Hauptsache, die 5-jährigen finden es witzig…

Ich hole Tristan aus dem Wasser und versuche, das Planschbecken auszukippen. In dem Moment rast er hinter mich, packt die frischen Klamotten und den Pamper und schmeißt sie an mir vorbei ins Wasser. Im Augenwinkel sehe ich, wie unser Besuch gerade einparkt….

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Ja, so ist er, der Lausejunge. Da kann ich auch echt noch drüber lachen (wenn auch nicht immer und manchmal erst im Nachhinein), aber jetzt hat er auch noch angefangen zu hauen. Mich, Helen, die anderen Kinder in der Betreuung…

Ich frage mich wirklich wo er das her hat und wie ich damit umgehen soll, denn da hört der Spaß eindeutig auf. Anderen weh zu tun geht gar nicht und vor allem isoliert er sich auch auf Dauer damit selber. Natürlich schimpfe ich, versuche ihm aber auch nicht zu viel Aufmerksamkeit dafür zu schenken. Wenn es zu weit geht, muss er jetzt ab und zu mal ins Time-Out ins Laufställchen und bekommt die Chance, sich mal kurz zu beruhigen.

Bitte lasst das eine kurze Phase sein.

Nun aber nochmal zum neuen Outfit mit dem passenden Namen „Lausejunge“ von Lotte& Ludwig: Da mein anderes Lausejungenoutfit ja von den Farben sehr ruhig gehalten war, habe ich mich hier mal farblich ausgetobt. Das Shirt mit den coolen Schulterpassen, umgeschlagenen Ärmeln und der Fenstertasche ist aus dem Nordlicht-Jersey von Stoffwelten genäht, die 7/8 Hose mit Knopfleiste aus einem leichten Baumwollstoff von Karstadt. Und auch wenn meine Tochter sagt „oh, cool Mama, eine Clownshose“ lasse ich mich nicht beirren und mag das ungewohnt bunte Outfit der kleinen Kröte.

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Ihr Lieben, habt ihr auch so einen Lausbub zuhause? Wie behaltet ihr immer die Nerven und habt ihr Tips, wie ich ihm das Hauen abgewöhne?

Alles Liebe, eure Elli

Mein Lausejunge ist verlinkt bei Made4boys, Creadienstag, Dienstagsdinge und Handmade on Tuesday

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