Ihr Lieben,

am 5. eines jeden Monats fragt Frau Brüllen: WMDEDGT oder in lang: Was machst du eigentlich den ganzen Tag?

Zum ersten Mal mache ich beim Tagebuchbloggen mit und erzähle euch von unserem 5. Juni, der auch noch auf einen Sonntag gefallen ist.

Unser Tag hat richtig früh begonnen, eigentlich schon um

00:05 Uhr: Ich sitze noch gemütlich an der Nähmaschine, mein Mann liegt schon im Bett, als Tristan ruft. Ich mache die Maschinen aus, hechte in sein Zimmer, bevor er das ganze Haus weckt, streichle, trage, mache ihm ein Fläschchen. Leider erfolglos. Mein Mann versucht sein Glück, Tristan brüllt immer lauter. Kein Ahnung was los ist, vielleicht mal wieder ein Zahn?  Wir nehmen ihn mit zu uns ins Bett, er hört auf zu Weinen.

01:10 Uhr: Tristan hampelt immer noch bei uns im Bett rum. Sobald ich in einen leichten Schlaf falle, merke ich, wie er versucht über mich zu klettern oder sonstwie einen Ausweg sucht. Tobi erbarmt sich, bringt ihn zurück in sein Bett und er schläft tatsächlich ein. Hallelujah!

06.30 Uhr: Bin ich dankbar, dass ich einen Frühaufsteher geheiratet habe. Tobi steht auf, ich will nichts mitkriegen.

06:40 Uhr:Tristan wacht auf und brüllt nach Papa. Ich stelle mich weiterhin schlafend.

08:45 Uhr: Ich stehe auf, Helen kriecht fast zeitgleich aus dem Bett. Die Männer haben schon mehr als 2 Stunden Programm hinter sich: gefrühstückt, gespielt, waren mit dem Hund im Wald und sind super gelaunt. Das Wohnzimmer sieht etwas abgekämpft aus. Die Männer bequemen sich zum 2. Frühstück zu uns Mädels in die Küche. Es gibt Erdbeeren, Toast, Knäckebrot, Kakao und Kaffee.

09:30 Uhr: Es ist so schön warm draußen! Wir gehen in den Garten und entscheiden spontan, unseren Zweitsandkasten vorm Haus zu leeren und ihn als kleinen Hilfspool zu benutzen. Den großen Pool aufzupumpen lohnt nicht, es soll heute vormittag Unwetter geben. Die Kinder sind begeistert, wir Großen hoffen auf etwas Entspannung. Leider findet es Tristan viel spannender, in und aus dem Pool zu klettern, als einfach mal drin sitzen zu bleiben. Wir bleiben in Action, weil das natürlich nicht so einfach und auf dem Steinboden auch nicht so ungefährlich ist und wechseln uns ab, Tristan vor einer Gehirnerschütterung zu bewahren. Helen ist genervt, weil Tristan beim Spielen stört und ihr die Spieltiere klaut.

10:30 Uhr: Wir geben auf, das ist zu anstrengend. Außerdem ist immer noch kein Unwetter in Sicht. Wir packen unseren Neuerwerb, das „Erlebnisplanschbecken“ aus und wundern uns über die vielen Einzelteile. Die nächste Stunde pumpen wir auf, puzzlen und lassen den Pool auf der Wiese vollaufen. Habe ich schon erwähnt, dass wir draußen einen Warmwasseranschluss haben? Einfach genial. Da kann man selbst Schnupfenkinder den ganzen Tag im Wasser lassen.

11:30 Uhr: Badezeit! Wir planschen alle gemeinsam im neuen Pool. Auch wenn es irgendwie alles nicht so steht wie auf dem Werbefoto, sind die Kinder begeistert. Tristan klettert weiterhin ununterbrochen, wir lassen ihn einfach machen, er fällt jetzt ja weich. Zwischendurch besuchen die Mäuse noch unseren Nachbarn Ecki im angrenzenden Garten und sind für eine gute Stunde wunderbar betreut. Tobi schmeißt den Grill an, ich lackiere mir die Fußnägel in der Sonne und lasse sie in aller Ruhe trocknen, während ich mein Buch lese. Traumhaft!

Auch Zora genießt die Ruhe.

wmdedgt3

wmdedgt9

13:00 Uhr: In Badeklamotten essen wir Würstchen mit Ketchup und nie hat so ein einfaches Essen so gut geschmeckt.

13:30 Uhr: Tristan geht zum Mittagsschlaf ins Bett, Tobi geht joggen, ich setze mich an die Nähmaschine und nähe Helen’s Kleid fertig, das ich letzte Nacht nicht mehr vollenden konnte. Schnittmuster ist die „Elise“ von RosaRosa, mit Erweiterung für das lange Kleid, die Stoffe hat sich Helen mal wieder selber bei Karstadt ausgesucht. Das Ergebnis ist viel schöner als ich befürchtet habe, als ich nur den rosa Stoff in der Hand gehalten habe. Der Schnitt ist einfach toll zu nähen und Helen glücklich. Achtung Bilderflut, ich finde die Maus sieht einfach zauberhaft aus!

elise5

 

elise2

14: 30 Uhr: Helen freut sich, dass sie in Ruhe spielen kann, wir Großen setzen uns auf die Terasse. Irgendwie fühlen wir uns so frei, dass Tobi sich ein Bier aufmacht. Ich mag kein Bier, entscheide mich aber für einen Cocktail: Mineralwasser, frische pürierte Erdbeeren, Minze aus dem Garten und ein Schuss Gin. Nach einem Getränk in der prallen Sonne, fühlen wir uns noch viel freier.

15:30 Uhr: Ich glaub ich träume! Tristan schläft immer noch, Helen spielt friedlich und wir sitzen immer noch auf der Terasse und quatschen. Der Eismann fähr bimmelnd vorbei, Tobi und Helen gönnen sich ein Eis, für Tristan frieren wir eins ein.

16:00 Uhr:Unsere liebe Freundin Momo kommt vorbei und wir chillen weiter in der Sonne, die langsam von Wolken verdeckt wird und einem ganz irrealen Licht weicht. Tristan schläft immer noch. Schwimmen macht offensichtlich müde und nächtliche Aktivitätsschübe ebenso. wmdedgt6

16:30 Uhr: Tristan wird wach und mampft erst mal sein Eis. Wir haben Lust auf eine weitere Runde Poolparty.

wmdedgt8

17:00 Uhr: In windeseile wird der Himmel schwarz. Momo fährt schnell nach Hause, wir bringen Spielsachen, Handtücher, Bücher, Gläser und alles, was sich an so einem Sommertag im Garten verteilt, in Sicherheit. Schon kracht es gewaltig, wir betrachten das Naturschauspiel aus dem Wohnzimmer.

wmdedgt7

18:00 Uhr: Wir bereiten langsam den Montag vor. Schluchz. Alle baden, bzw. duschen, wir rubbeln schwarze Füße wieder weiß und entfernen die Gartenspuren unter den Fingernägeln. Wir spielen noch ein bisschen im trockenen Haus, essen zu Abend und bringen die Kinder ins Bett.

19:30 Uhr: Wir räumen noch ein bisschen auf, rennen weiterhin alle 5 Minuten nach unten, weil die Kinder logischerweise nicht einschlafen wollen.

20:30 Uhr: Wir starten den Tatort (wie praktisch, einen Pausenknopf zu haben). Kurz schießt mir durch den Kopf, wann mein Haushalt wohl nochmal im Ansatz in Ordnung kommt, doch verbiete den Gedanken. Heute nicht!

22:30 Uhr: Nach zahlreichen Kinderunterbrechungen haben wir es geschafft, den Tatort zu Ende zu schauen, fragen uns,  warum wir uns so etwas Deprimierendes nach einem so schönen Tag antun und klettern erschöpft und zufrieden ins Bett.

Habt einen schönen Abend,

eure Elli

Meine Elise habe ich verlinkt bei Kiddikram, Meitlisache,

creadienstag, Dienstagsdinge

und Handmade on Tuesday

 

 

 

Advertisements