Ihr Lieben,

ich melde mich mal kurz aus der Versenkung. Uns hat es dieses Frühjahr echt fies erwischt. Als hätten wir nicht schon ein paar Krankheitswellen mitgemacht, wollte offensichtlich auch der aktuelle Aprilvirus nicht an uns vorbeiziehen. Nach einer Woche fiebrigem Infekt hat Tristan an Helen übergeben, die dann anschließend sechs Tage am Stück gefiebert hat.

Und so pragmatisch wie mein Mann und ich, wo immer gleich einer ins Gästezimmer zieht, wenn der andere schnieft, sind Kinder nun mal nicht. Ganz im Gegenteil, wenn die Mäuse so arm dran sind, brauchen sie besonders viel Nähe, Liebe, Kuscheleinheiten, Trost und auch Aufsicht bei nächtlichem Fieber. Nach gut 10 Tagen Virenbombardement inklusive dem Höhepunkt, wo mir Tristan in den Mund geniest hat, ist dann auch mein Immunsystem eingeknickt. Letzten Dienstag kam ich also morgens nicht aus dem Bett, musste mich krank melden. Bescheuert wie ich bin habe ich dann Mittwoch schon wieder Homeoffice gemacht und mich Donnerstag unter ordentlichem Paracetamoleinfluss in die Firma geschleppt – mein weltbester Papa, der uns die letzten zwei Wochen so geholfen hat, hat Helen gehütet, die immer noch kränkelte. Ja und dann ging Donnerstag nachmittag irgendwie der Vorhang bei mir zu und ich habe 24 Stunden im Bett verbracht. Unglaublich! Es hat mich auch nicht gekümmert, wie mein Bester die Kinderbetreuung am Freitag organisiert, denn mir war klar, dass ich sie nicht leisten kann. Sehr unangenehme Erfahrung, so ein echter Knock-Out!

Nun ja, das Wochenende verlief also entsprechend unspektakulär, außer ein bisschen Nähen habe ich nichts gemacht und mein Mann verdient wirklich einen Orden. Er hat den ganzen Laden hier geschmissen, die Kinder, mich und den Hund versorgt, sogar gekocht, eingekauft und immer alle glücklich gehalten.

Ein paar Fotos vom Waldausflug der beiden Männer mit Zora kann ich euch einfach nicht vorenthalten, ich wünschte ich wäre dabei gewesen…

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Der Gesichtsausdruck auf dem letzten Bild ist übrigens pures Glück, kein Weinen! Fest steht wohl, dass wir dringend Gummistiefel brauchen 😉

Zum Dank für Tobias‘ Einsatz in den letzten Tagen sagt Tristan jetzt einfach zu allen Papa, auch zu mir und Zora. Hat er sich verdient (aber ab morgen trainieren wir wieder Mama).

Ich hüpf jetzt mal in die Badewanne und mach mich ein bisschen schön. Gestern Abend sagt Helen vorm Schlafen zu mir: „Mama, ich habe mal eine doofe Frage: Warum hattest du eigentlich heute den ganzen Tag das Nachthemd an?“

Und heute sah das nicht besser aus. Ich hoffe jetzt einfach mal,dass ich mich danach wie neugeboren fühle, denn morgen startet meine neue Kollegin, auf die ich mich sehr freue und die ich einarbeiten werde.

Und mein Bester sieht echt müde aus, wenn ich ihn mir so anschaue. Ist schon anstrengend, wenn man alles so alleine regeln muss und ich hoffe sehr, dass ich ihm ab morgen wieder zur Seite stehen kann – in gepflegt, nicht im Nachthemd – und dass der nächste Totalausfall gaaanz lange auf sich warten lässt.

Habt eine tolle Woche, eure Elli

 

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