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Ihr Lieben,

am heutigen Karfreitag geht es mal etwas nachdenklicher bei mir zu. Ist es das graue Wetter, sind es die schlimmen Nachrichten aus Belgien diese Woche, der Jahrestag des Germanwings-Absturzes, ich weiß es nicht.

Fakt ist, dass ich besorgt bin. Als Helen vor 5 Jahren zur Welt kam, schien die Welt ziemlich sicher, im Vergleich zu heute. Die Themen, die ich damals als für meine Kinder in Zukunft bedrohlich einstufte, drehten sich eher um Klima, Umwelt etc. Das ist heute anders. Der Terror, aber auch die politischen Entwicklungen in vielen Ländern scheinen unberechenbar, auch wenn ich beispielsweise an die Präsidentschaftskandidaten in den USA denke.

Unsere Welt, die ich lange als besonders hier in Europa als stabil empfand, wirkt plötzlich so fragil. Seit 70 Jahren haben wir Frieden, wird es dabei bleiben?

Es gibt Tage, an denen schaue ich keine Nachrichten, weil ich es einfach nicht hören und sehen will. Ich möchte in meiner Parallelwelt bleiben, in der die wichtigsten Themen im großen Gesamtzusammenhang so banal wirken: Wir diskutieren (im März), ob das Christkind neun neue Puppen bringen wird oder ob der Wunsch nicht doch etwas vermessen ist, ob ein größeres Auto praktischer wäre, wie wir die nächsten Wochenenden verbringen und planen den nächsten Urlaub. Ich glaube, dass das menschliche Gehirn und Wesen so angelegt ist, dass es sich nicht permanent mit schlimmen Szenarien auseinandersetzen kann. So ist es doch auch beim Verlust eines nahestehenden Menschen: Man nimmt sich vor, bewusster zu leben, Zeit nicht zu vergeuden und sich nicht über Nichtigkeiten aufzuregen, Wenige Tage später zappt man dann doch wieder durch grenzdebile Fernsehprogramme und ärgert sich, dass sich irgend ein Blödmann beim Bäcker vorgedrängelt hat.

Noch extremer sind die Parallelwelten unserer Kinder: Helen lebt in ihrer Welt mit Prinzessinnen und Einhörnern und dem Osterhasen. Das schlimmste was passieren kann ist momentan ein aufgeschlagenes Knie oder Fernsehverbot.

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Von Tristan ganz zu schweigen, der mit seinen noch nicht mal anderthalb einfach nur seine Sicherheit und Liebe in der Familie braucht und bekommt.

Ich will jetzt in meine Parallelwelt und zwar sofort: Wir sagen nun der düsteren Stimmung den Kampf an, packen uns warm ein und gehen wandern. Wir trotzen dem Tanzverbot und rocken zu Aretha Franklin durch die Wohnung.

Zu guter Letzt möchte ich euch noch ein bisschen positive Parallelwelt da lassen: Meine Kleine im Geburtstagskleid samt Traummotiven. Der Prinzessinen-/Einhornstoff ist eine Eigenproduktion von Stoffwelten und leider ausverkauft. Der Schnitt ist das Co-Z dress von Sewera, mit großem, schwingenden Tellerrock und somit echtem royalen Feeling 😉 Das Co-Z Dress ist schnell genäht und laut Töchterchen wahnsinnig bequem.

Habt alle tolle Ostern und lasst uns hoffen, dass unsere Kinder in Frieden leben dürfen,

eure Elli

 

 

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