Ihr Lieben,

vor lauter Urlaubs-Vorstress bin ich nicht mal mehr dazu gekommen, die lang ersehnte Auszeit am Blog anzukündigen. Also erst mal das Wichtigste: Wir sind auf Fuerte Ventura an der Costa Calma, die Sonne brennt und wir sind glücklich. Hier der Blick von unserer Terasse:

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Aber jetzt  schön der Reihe nach: Ohne Kinder waren wir meist nur mit Rucksack und Zelt bewaffnet in Europa oder Asien als Backpacker unterwegs. Viele kennen noch meinen alten „elternzeitmitbulli“-Blog und unsere Familie dann mit einem Kind als hochmotivierte Individualurlauber. Als Helen 7 Monate alt war, waren wir mit ihr, unserem Hund Zora und unserem heißgeliebten  32 Jahre alten VW-Bulli alias Pumuckl zwei Monate in der Provence und an der Cote d’Azur, es folgten Touren in die Toscana etc. und letztes Jahr waren wir zu Tristans Elternzeit immerhin noch 4 Wochen in Südfrankreich am Campingplatz. Pumuckl hat ja eine sehr nette neue Familie gefunden, nachdem wir schlicht und einfach nicht mehr alle reinpassten und mit einem Dreipunktgurt auch nicht mehr genügend Anschnaller für zwei Kinder hatten (seufz). Also ihr seht schon, wo der Trend hingeht….

Wir wollten unbedingt dem deutschen Winter entkommen, die Rotznasen und Bronchitis nahmen kein Ende mehr und mit 2 Kindern haben wir uns den langen Flug für eine Fernreise nicht zugetraut. Also fiel die Wahl auf die Kanaren, hier waren wir vor 2 Jahren mit Helen schon einmal und es hat ihr so gut gefallen. Natürlich pauschal, All inclusive, mit diversen Pools, direkt am Strand und jeder Menge Animation – wie wir es so mögen 😉

Unser Vorbereitungsplan, damit es stressfrei in den Urlaub geht war – wie unsere Pläne es so oft sind-, mal wieder ganz gut. Dienstag war ich noch auf Dienstreise, Mittwoch war mein letzter Arbeitstag, das Donnerstags-Homeoffice habe ich auf Mittwoch nachmittag und Abend vorgezogen. Donnerstag morgens hatte ich dann noch die ehemalige Schwangerschafts-Rückbildungsgruppe zum Frühstück da (5 Frauen, 5 Kinder, is‘ klar, war aber echt nett),Donnerstag nachmittag sollte Tristan in die Betreuung, damit ich entspannt packen und putzen kann, Freitag Mittag sollte es los gehen.

Exakt zwei Minuten bevor Donnerstag die ersten zum Frühstück klingelten, wollte ich Tristan, den ich zum Eierkochen im Laufstall geparkt hatte, wieder befreien. Zack schießt es mir in den Rücken, wie ich es noch nicht erlebt habe, ich habe tatsächlich Sternchen gesehen. Beim Frühstück konnten mir die anderen Frauen noch mit Tristan helfen, den ich nicht mal mehr heben konnte, dann habe ich meinen Papa zur Hilfe gerufen und bin zum Hausarzt gefahren. Die Spritze brachte leider nicht die erwünschte Linderung, so dass ich den Rest des Tages unter Schmerzen im Bett verbracht habe und zu allen, die mir über den Weg liefen, echt eklig war.

Freitag morgen um 9 hatte Helen dann noch die U9, zum Glück konnte Tobias dann schon Feierabend machen und dabei sein, denn wir haben geschlagene 2 Stunden beim Kinderarzt verbracht. Rausgekommen sind wir mit einem Riesenstapel Rezepte, denn praktischerweise wurde beiden Kindern noch eine ordentliche Bronchitis diagnostiziert, perfekt auch zum Fliegen.

Dann wurde es noch ein bisschen stressig: Wir haben die Koffer gepackt, festgestellt, dass sie zu klein sind, bei Opa noch passende Koffer geborgt und lieberweise frei Haus geliefert bekommen, noch Gastgeschenke für unsere Freunde besorgt, bei denen wir die erste Nacht verbracht haben, unseren Hund verabschiedet (wir haben diesmal einen Hund- und Haussitter), und das Haus in dem Zustand gelassen, wie es eben so aussieht nach so einer Woche und mit Behinderung on top. Egal.

Pünktlich um kurz vor drei (haha) und zum Freitag-Nachmittag-Feierabendverkehr waren wir dann endlich auf der A45 und um kurz nach 5 dann auch bei unseren weltbesten Freunden in Gau-Bischofsheim. Ach, das war dann endlich so schön entspannt. Die Kinder haben wunderbar miteinander gespielt, Tristan ist relativ brav um 7 ins Bettchen gewandert, es gab tollen Wein aus der Region, unfassbar gutes veganes Essen und wundervolle Gespräche im neuen tollen Haus. So viele Superlative in einem Satz, aber genau so schön war es eben auch. Samstag morgen gab es noch frische Pancakes und um halb neun hat uns Stefan zum Flughafen gebracht.

Wie schön, dass es so gute Freunde gibt: IMG-20160220-WA0002 (2)

Die Reise verlief reibungslos, aber es dauert eben doch alles seine Zeit. Tristan ist alleine ganz stolz durch den Scanner marschiert und fand den Flughafen eh super, weil man kilometerweit quasi hindernisfrei rennen kann. Helen hat im Duty Free gleich mal das Großeltern-Urlaubsgeld in eine Barbie Superheldin investiert und ist mit ihr bis zum Boarding durch die Gänge „geflogen“.

Im Flieger waren beide Kinder ganz erstaunlich lieb, wobei ich  sagen muss, dass ich nie wieder Sunexpress fliegen möchte. Nicht nur, dass der Sitzabstand so klein ist, wie ich es noch nie erlebt habe, der ganze Flug war eine einzige Verkaufsveranstaltung und kostenlos gab es noch nicht mal Wasser, geschweige denn eine Kleinigkeit zur Beschäftigung der Kindern. Helen durfte Filme am Tablet schauen, Tristan hat ein wenig geschlafen und wir sind einige Male den Gang auf und ab gelaufen, bis er auf die äußerst witzige Idee kam, im Vorbeilaufen die Getränkebecher der Leute (für die diese außerdem viel Geld bezahlt hatten), runterzufegen. So schnell kann Schluss sein, mit „Ach ist der goldig-Blicken“.

Auf Fuerte Ventura angekommen trauten wir zunächst unseren Augen nicht: Regen, mindestens so heftig wie den Morgen in Frankfurt. Nach weiteren 2 Stunden, in denen wir auf die (natürlich letzten) Koffer gewartet haben und den Bustransfer hinter uns gebracht haben, waren wir dann gegen Abend endlich im Sotavento Beach Club.

Mit zwei völlig ausgehungerten und überreizten Kindern haben wir dann das Buffet gestürmt, bevor es zeitig ins Bett ging.

Am Sonntag Morgen begrüßte uns zunächst wieder der Regen. Frustrierte Abreisende berichteten uns, dass sie ihre gesamte Urlaubswoche mit Dauerregen verbracht haben, wie gemein ist das denn, bitte?

Der Spuk war aber zum Glück schon mittags vorbei und das Wetter ist wunderbar für die nächsten Tage gemeldet. Gemeinsam haben wir dann zunächst die tolle familienfreundliche Anlage erkundet und den Nachmittag am Strand verbracht. Helen hat schon eine „allerbeste Freundin“, die kleine Charlotte, gefunden, mit der sie ganz viele Vorlieben teilt.

Die Kinder lieben das Buffet hier, drei Mal am Tag und wir müssen auch sagen, es ist echt lecker. Es gibt immer frischen Fisch, Helen hat Berge von Garnelen gegessen und Tristan mampft mit einem Riesenappetit vor allem Möhren, Würstchen und Orangen – auch zum Frühstück. Es gibt hier wahnsinnig viele kleine Kinder, so dass wir im Restaurant gar nicht negativ auffallen, obwohl es um Tristans Stuhl ausschaut wie am Schlachtfeld.DSC_0024

Abends war ich mit Helen noch bei der Musicalshow und sie war so fasziniert und hat mich vor lauter Dankbarkeit die ganze Zeit geküsst. Wenn sie groß ist, möchte sie das auch mal machen und am Ende, nach dem Highlight aus „Tanz der Vampire“, sagte sie – wie typisch: „Mama, ich brauche jetzt ganz viel Papier, ich muss das alles malen, die ganze Show!“ Und das hat sie dann auch gemacht.20160222_161129 (2)

So ihr Lieben, bald mehr zu unserer Auszeit, wenn es euch gefällt und ihr alles mitbekommen wollt, dann abonniert doch meinen Blog.

Lasst es euch gut gehen und… der Frühling kommt, auch in Deutschland.

Bis bald, eure Elli

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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