Hallo ihr Lieben,

endlich ist der Post zum 5. Geburtstag meiner Tochter fertig. Hat ganz schön lang gedauert, aber beide Mäuse waren letzte Woche krank, ich habe mich also tagsüber um sie gekümmert und Abends, Nachts und am Wochenende meine Arbeitsstunden im Homeoffice erledigt. War ganz schön anstrengend, aber auch mein Projekt in der Firma will fertig gebracht werden, bevor wir ganz bald schon in Urlaub fahren 🙂 Deshalb mussten Blog und Nähmaschine ein paar Tage ruhen.

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Das „große Geschenk“ war in diesem Jahr übrigens ein Schreibtisch und ein Malkoffer, die sich jetzt schon absolut bezahlt gemacht haben. Der Geburtstag selber wurde gemütlich mit der Familie gefeiert, der Kindergeburtstag dann 10 Tage später.

Aber jetzt zum großen Prinzessinnen- und Prinzengeburtstag!

Die Einladung:
Helen hatte entschieden, dass sie Schlosseinladungen basteln will. Was macht man nicht alles… Also ab zu Pinterest und nach Inspirationen gesucht. Die Süße hat dort ein zweitürmiges Schloss mit Falltür und jeder Menge Schnick-Schnack entdeckt. „Zu aufwendig“ sagt Mama. „Ich will aber nur die“sagt Mausi. Ergebnis: Bilderbuchreif eingeknickt, mehrere Nachmittage und Abende mit Basteln verbracht und ein Finish, bei dem sogar noch Freunde, die Abends zu Besuch waren, mit anpacken mussten, damit rechtzeitig eingeladen wird. Und nicht zu vergessen, dass die Mamas der anderen Kinder wahrscheinlich jetzt denken, ich sei so eine verrückte Übermutter, die Wochen in Planung und Umsetzung eines 5. Geburtstages investiert, weil sie ja sonst nichts zu tun hat… Nein, liebe Leute, nur verrückte Mutter einer bastelverrückten und manchmal ganz schön eigensinnigen 5-jährigen!

 

Einladung Prinzessinnengeb4

Aus den Schlossfenstern sollten je ein Prinz und eine Prinzessin schauen, hinter der Falltür ein Ritter mit weiblicher Begleitung erscheinen, Einladungstext auf die Rückseite. Mein Vorschlag, die Figuren einfach auszudrucken und aufzukleben wurde zunächst rigoros abgelehnt, die sollten gemalt werden und optional noch ein echtes Stoffkleid bekommen. Da Helen aber 8 Kinder eingeladen hat und mit 5 schon viel geht, Multiplizieren aber eben nicht, lies sie sich nach einer aufwendig bemalten Einladung doch davon überzeugen, die weiteren 28 Figuren auszudrucken und immerhin noch einzeln auszuschneiden und aufzukleben.Einladung Prinzessinnengeb5

Einladung Prinzessinnengeb7Einladung Prinzessinnengeb6

Das Konzept:

Wir haben einen Samstagnachmittag für die Geburtstagsfeier genutzt, da man für eine so eine Bande von 6 Mädchen und 3 Jungs zwischen 3 und 5 schon mindestens zwei Erwachsene mit guten Nerven braucht. Bei noch kleineren Kindern würde ich sogar eher 3 Erwachsene empfehlen. Ich glaube ich habe an dem Tag mindestens 20 Mal durchgezählt und in diesem Jahr auch nicht wie beim 4. Geburtstag mal ein Kind auf Toilette vergessen (ich hatte das „AAAAABputzen“ einfach nicht gehört und irgendwann beim Durchzählen bemerkt, dass eine von damals 7 fehlte) Tristan darf erst nächstes Jahr mitfeiern, der war den Nachmittag bei den Großeltern, denn er brauch ja eine 1 zu 1-Betreuung.

Da die Kinder alle nicht mehr Mittags schlafen, es im Januar früh dunkel wird und gegen späten Nachmittag Laune und Energie bei den Kindern oft nicht mehr hervorragend ist, haben wir diesmal mit dem Mittagessen um 12 Uhr angefangen und mit dem Kuchenessen um 16 Uhr aufgehört. kann ich wirklich nur empfehlen, klappt viel besser und Abends um 6 hat man sogar die Bude wieder in Ordnung – falls dafür noch die Kraft reicht 😉

Verkleidungen waren ein Kann, kein Muss, da es ja auch Kinder gibt, die das nicht mögen. Im Laufe des Tages hatte sich aber auch der letzte was aus unserem Fundus übergezogen.

Das Essen durfte natürlich Helen selber aussuchen. Also gab es Bockwurst, Chicken Nuggets, Pommes, Brötchen, Ketchup und Majo. Ich fand die Kombi ja etwas befremdlich, aber die Kinder waren einhellig begeistert. Zum Nachtisch gab es frische Erdbeeren mit Schokobezug, ganz mein Gusto!

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Das Programm:

Nach dem Essen durften die Kinder erst mal frei spielen. Möglichkeiten gibt es bei uns ja genug. Tobias war natürlich beliebter Spielpartner.

Da zu einem echten königlichen Event auch der entsprechende Kopfschmuck gehört, wurden als nächstes Kronen gebastelt. Ich hatte sie vorher auf Pappe vorgezeichnet und für ein kleines Vermögen Glitzersteine und co. besorgt. Eine gute halbe Stunde (gut, der ein oder andere war auch nach 5 Minuten fertig) wurde nun ausgeschnitten und verziert. Stellt euch vor, es gab 8 „schönste Kronen“, die um meine Bestätigung buhlten, nur der kleine Moritz vermittelte die ganze Zeit und unterstütze mich in „die sind alle verschieden aber gleich schön“.

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Während wir gebastelt haben, sind Tobias und Zora im Wald verschwunden und haben die Schnitzeljagdt bzw. Schatzsuche vorbereitet. Wir hatten so unfassbares Glück mit dem Wetter, es war relativ warm und roch schon richtig nach Frühling.

Mitten in meiner Bemühung, jeden vor Aufbruch koordiniert nochmal auf Toilette zu schicken und jeden mit der richtigen Jacke und den eigenen Schuhen auszustatten, kam mein Bester dann reingeplatzt und rief: „Ich hab‘ was gehört, ich glaube der Schatz ist versteckt…“. Könnt ihr euch das Chaos vorstellen, das dann ausgebrochen ist? Danke auch 😉

Und dann ging es auf große Schatzsuche! Ich beschreibe euch mal kurz die einzelnen Stationen, da wir im Internet erfolglos danach gesucht haben und für einen genaueren Plan dankbar gewesen wäre. Die Schatzsuche war übrigens Tobias‘ Projekt und ich finde, er hat sich das super ausgedacht.

Die Schatzkarte

Im ersten Schritt musste die Schatzkarte gefunden werden. Hinweis: Irgendwo im Garten, haltet nach dem roten Luftballon Ausschau.

Hier hat sich die Arbeit, eine gemalte und durch Brandflecken und Tee auf alt getrimmte Schatzkarte (in der Nacht vorher) zu basteln, gelohnt. „Wow, die ist ja uralt“ und dann ging das große Rätseln los, was wohl die mysteriösen Zeichen so bedeuten.

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Auf der Suche nach dem roten Ballon mit Schatzkarte:

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Prinzessinnengeb20Da Karte lesen noch ein bisschen schwierig ist haben wir natürlich  bei der Interpretation geholfen und mein Bester hat einen ganzen Sack Sägemehl verbraucht, um den Weg mit Pfeilen zu markieren.

Station 1: Parkbank mit grünem Luftballon.

Herzallerliebst und eine gute Möglichkeit für ein Gruppenfoto.

Auf geht es weiter in den Wald.

Station 2: Tannenzapfen werfen. Jedes Kind sucht sich 3 Tannenzapfen und wirft bis über den großen Stock. Tobias abwerfen optional.

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Am Weg zu Station 3 ging es den Berg hoch. Um den anstrengenden Weg einfacher zu machen, durften sich die Kinder einen Hexenbesen suchen und zur nächsten Station reiten. Dort gab es dann bei einer Bank Hexenschlangen (grüne saure Gummischlangen) und einen Hexen-Trank (Capri-Sonne) zur Stärkung.

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Station 4: DosenwerfenPrinzessinnengeb21

Station 5: Der Schatz

Hinweis war unsere selbstgebaute Waldhütte. Nicht weit davon entfernt hatte Tobias unter einem beachtlichen Laub- und Sägemehlhaufen die Blechkiste mit dem Schatz versteckt.

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In der Schatzkiste gab es für jedes Kind ein mit Namen gekennzeichnetes Tütchen, neben Süßigkeiten war für die Jungs ein Auto, für die Mädchen ein Eiskönigin-Stift darin.

Wir waren insgeheim ca. 1 Stunde unterwegs und alle haben begeistert mitgemacht, nur die Kleinste haben wir ein kleines Stück getragen.

Zurück zuhause gab es dann noch auf ausdrücklichen Wunsch der Kinder Topfschlagen, aber irgendwann wurde es ganz schön wild und das Chaos im Wohnzimmer stieg an. Prinzessinnengeb17

Wichtig ist es meiner Erfahrung nach dann immer, noch einen Joker in der Hinterhand zu haben, die Kinder sinnvoll zu beschäftigen.

Mein Joker heißt Kasperletheater. Man nehme ein paar Handpuppen und eine lustige Geschichte nach Kasperlemanier. Der Rest ist Improvisation und die Kinder machen so schön mit. Unsere Geschichte handelte von der eingeschüchterten Prinzessin, die sich vertrauensvoll an Kasper wendet, weil das Krokodil aus dem Zoo ausgebrochen ist. Kasper nimmt sich dem Thema natürlich an, die Kinder müssen bescheid sagen (brüllen), wenn das Krokodil auftaucht. Das Krokodil macht außerdem noch lustige Pupsgeräusche und beißt den vorbeikommenden Räuber. Am Ende fängt Kasper das Krokodil natürlich mit Hilfe der Kinder ein und die Prinzessin fällt ihm in die Arme.

Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie begeistert die Kinder wieder mitgegangen sind. Immer wieder musste Ordner Tobas dafür sorgen, dass sie hinter der Linie bleiben. Und ich bin nicht etwa ein begnadeter Puppenspieler und die verschiedenen Stimmen halte ich nie ein ganzes Stück durch. Alles egal. Super Publikum.

Nach dem anschließenden Kuchenessen (obligatorisch: „kalter Hund“  und Muffins) wurden die Mäuse dann abgeholt und wir haben uns ein kühles Glas Weiswein genehmigt. Aber schön war’s!

Am nächsten Tag sind wir die Schatzroute dann nochmal mit Tristan gelaufen und haben ihm alles gezeigt – das schleche Gewissen lässt grüßen.

Habt ihr noch Geheimtips oder No-Go’s für Kindergeburtstage? Ich freue mich auf Anregungen für die nächste Party.

Natürlich gab es auch noch ein Prinzessinnen-Geburtstagskleid, das zeige ich euch bald.

Alles Liebe,

eure Elli

 

 

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