Guten Abend zusammen,

ich möchte euch heute von einem Wochenende berichten, das
für mich eher ungewöhnlich ist! Ich war nämlich unterwegs, noch mal so richtig, ganz ohne Kinder, über Nacht, mit 11 netten Arbeitskolleginnen und -kollegen und mit richtig viel Alkohol – so jetzt ist es raus.

Ich bin von der Tendenz her eher eine Glucke und gebe meine Kinder äußerst selten ab. Das erste Jahr war ich bei beiden Kindern schon rein hormonell so ausgerichtet, dass ich sie gar nicht abgeben konnte. Oft genug wurde es mir angeboten, haben mich Freundinnen ermuntert, mir doch mehr Freiheiten einzuräumen, aber es ging mir nicht um die Möglichkeit, sondern ich wollte schlicht und einfach nicht. Da ich bei beiden Kindern je nur ein Jahr Elternzeit genommen habe, war ich ja dann gezwungen, die Mäuse für mindestens 20 Stunden pro Woche abzugeben. Der eine oder andere mit Vollzeitjob mag darüber lachen, ich finde das ist schon ganz schön viel und gerade im Winter bleibt gar nicht viel vom Tag, wenn man erst um halb drei oder drei zu Hause ist. Meine „Ausgänge“ beschränkten sich also auch in den letzten 3 Monaten, in denen ich wieder arbeiten gehe, auf gelegentliche Verabredungen zum Abendessen.

Auch diese Tour hatte ich zunächst erst mal abgesagt, mich aber dann kurzfristig, auch weil meine bessere Hälfte mich ermuntert hat, entschlossen, mitzufahren. Und es war soooo schön! Wir waren von Freitag auf Samstag in Willingen im Hochsauerland und haben gefeiert und getanzt als gäbe es kein Morgen. Nach  4 Stunden komatösem Schlaf und einem deftigen Frühstück ging es auch schon zurück Richtung Heimat, denn die meisten haben Familie, die ja auch noch was vom gemeinsamen Wochenende haben will.

Ich muss zugeben, ich war nicht so gaaanz fit. Ich kam pünktlich zu Babys Mittagsschlaf nach Hause, habe mich da gerne angeschlossen und den restlichen Tag eher pflichtbewusst als engagiert mit den Kindern gespielt. Dabei hatten wir perfekte Voraussetzungen mit langersehnter weißer Pracht. Das Schneeschippen haben rücksichtsvollerweise auch die anderen für mich übernommen.

Am Sonntag kam dann das Nachsitzen… Ich muss dazu sagen, dass wir eine sehr, sehr anstrengende Woche hinter uns haben und zuhause ist einfach viel liegen geblieben. Freitag und Samstag war mein quasi alleinerziehender Mann mit Kinderbetreuung, nein, weltbester Kinderbespaßung, Schneeschippen, Kochen, Gassigehen und Einkaufen mehr als ausgelastet. Hinzu kommt, dass Tristan, der mittlerweile läuft, wirklich nur Quatsch macht und Haushalt in seiner wachen Anwesenheit absolut unmöglich ist. Sein neuestes Lieblingsspiel ist es, seinen Treppenhochstuhl durch die Wohnung zu schieben, ihn als Leiter zu benutzen und zu versuchen, so auf Herd, Tisch oder ins Regal zu klettern- total gefährlich, man darf ihn keine Sekunde aus dem Auge lassen.

Wir haben also heute die ganze Bude in einen zumindest erträglichen Zustand versetzen müssen, der uns über die nächste Woche bringt. Dazu kamen noch ein paar Stunden Homeoffice, die sich leider nicht verschieben ließen. Helen war glücklicherweise heute am Kindergeburtstag, so war sie gut beschäftigt. Nicht gerade die Art von Sonntag, die ich mir vorstelle, aber das gehört wohl auch zur Lebensrealität einer berufstätigen Mutter, die am Wochenende auch noch Party macht =)

Mein Fazit: Es tat wirklich richtig gut mal rauszukommen, die Mutterrolle links liegen zu lassen und ausgelassen zu feiern. Mache ich auf jeden Fall mal wieder, aber wohl eher nicht regelmäßig. Ich spüre die Rache des Fernets von gestern morgen um halb fünf jetzt noch und Sonntags habe ich lieber meine Pflichten schon erledigt.

Wie ist das bei euch, verbringt ihr mehr Zeit ohne Kinder? Genießt ihr auch eure „Ausgänge“?

Ich genieße jetzt die Sauna, hab ich mir doch verdient, oder?

Liebste Grüße, eure Elli

 

 

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